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COBURG 20.02.2010 - Die demografische Entwicklung macht auch vor den Feuerwehren nicht halt. "Das Nachwuchsproblem wird in den nächsten Jahren noch viel größer werden", sagte Stadtbrandrat Stefan Unfried am Wochenende bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lützelbuch. Ein Tiefpunkt bei den Aktivenzahlen sei in den Jahren zwischen 2018 und 2020 zu erwarten.
Dennoch herrschte Zuversicht bei den Lützelbucher Floriansjüngern.
Kommandant und stellvertretender Vorsitzender Stefan Büttner freut sich über zwei mögliche Nachwuchskräfte, welche die derzeit aktive Gruppe von 11 auf 13 Mann aufstocken könnten. Die Wehrmänner beteichnete er als eine "aktive und verlässliche Truppe".
Büttner erinnerte in seinem Jahresbericht an die 14 stattgefundenen Übungen.
Ein Höhepunkt sei dabei die Alarmübung auf der Veste Coburg gewesen, bei der das Löschwasser sogar aus dem Stadtteil Cortendorf gefördert worden sei, wie Unfried später noch ergänzte. Mehrere Übungen fanden in und um das Laurentiushaus statt. In der Theorie sei es um Themen wie Fahrzeugkunde, Löschmittel- und Löschverfahren, Verkehrsabsicherung, die Aufgaben eines Maschinisten, Unfallverhütung oder den Versicherungsschutz gegangen. Günter Lehmann vom Bürgerverein Lützelbuch lobte den Einsatz der Feuerwehr für das Gemeinschaftsleben im Stadtteil, so zum Beispiel bei den Faschingsveranstaltungen "Sex in Ost".
Stadtbrandrat Unfried kündigte die schrittweise Inbetriebnahme der integrierten Rettungsleitstelle in Ebersdorf in diesem Jahr an, dies werde ab Herbst voraussichtlich auch Feuerwehreinsätze betreffen. Die Einsatzzentrale alarmiere neben der betreffenden Ortsfeuerwehr bei Bedarf auch benachbarte Wehren, wobei künftig die geografische Nähe eher berücksichtigt werde als die Zugehörigkeit zu öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaften. Bei einem Einsatz in Cortendorf in der Stadt Coburg werde sinnvollerweise die nähere Feuerwehr von Dörfles-Esbach im Landkreis Coburg eher alarmiert werden, als eine weiter entfernte Feuerwehr aus der Stadt Coburg. Das System der Rettungsleitstelle kenne auch die Geräte- und Fahrzeugausstattung der einzelnen Truppen. Sogar vor der einheimischen Mundart müsse die Rettungsleitstelle nicht kapitulieren. Ein mündlich gemeldeter Brand in "Träch", ein Unfall in "Mahrn" oder ein Rettungseinsatz in "Höchschtöttn" werde ohne Probleme den Ortschaften Eicha, Ahorn oder Sonnefeld zugeordnet. Auch die vielen Ebersdorfs im Raum Coburg, Kronach, Lichtenfels bereiteten keine Probleme.
Mit der Einführung des Digitalfunks rechne Unfried realistisch in den Jahren 2012/13. Die Einführung werde alleine im Stadtgebiet Coburg so um die 200.000 Euro kosten. Unfried lud die Feuerwehr auch zu Ausbildungsdiensten im zentralen Feuerwehrdepot in Coburg am Dammweg ein.
Die Neuwahlen des Feuerwehrvereins bestätigten Johannes Schulz im Amt des ersten Vorsitzenden. Sein Stellvertreter bleibt der Kommandant Stefan Büttner. Um die Kasse kümmert sich Wolfgang Weber. Schriftführer bleibt Burkhard Metze; zum stellvertretenden Schriftführer wurde Jürgen Jäkel gewählt. Die aktive Truppe vertritt im Vorstand Kai Hildner. Die passiven Mitglieder vertreten im Vorstand Aribert Florschütz und Werner Hauck. Unter der Leitung von Heinrich Powalla vom Ordnungsamt Coburg wählte die aktive Truppe Marcus Hengel zum stellvertretenden Kommandanten. Hengel löst Heinz Lindemann ab, der aus Altersgründen nicht mehr zur Verfügung stand.
Wolfgang Weber wurde für 30 Jahre aktiven Feuerwehrdienst geehrt. Seit zehn Jahren ist Jürgen Jäkel dabei. Ein besonderer Dank galt auch dem Internetbetreuer Marcus Hengel und Jan Reuß für die ehrenamtliche Unterstützung der Feuerwehr. mako
(Quelle: NP Coburg)
Ehrungen und Neuwahlen bei der Feuerwehr Lützelbuch: Stadtbrandinspektor Thomas Fritz, Jürgen Jäkel, Vorsitzender Johannes Schulz, Burkhard Metze, Wolfgang Weber, Ex-Vize-Kommandant Heinz Lindemann, Heinrich Powalla vom Ordnungsamt, Stadtbrandrat Stefan Unfried und Kommandant Stefan Büttner.
Foto: Martin Koch
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